Wenn dabei, dann meist erfolgreich
Der türkische Fußballverband „Türkiye Futbol Federasyonu“ (TFF) wurde am 23. April 1923 gegründet und trat im selben Jahr der FIFA bei. Das erste Länderspiel gegen Rumänien 1923 in Istanbul endete 2:2 unentschieden. Bis zur WM 1954 nahm die Türkei an keiner Qualifikation für eine Endrunde teil, sondern verzichtete darauf anzutreten. Bei der ersten WM in der Schweiz schied man in der Vorrunde aus. Die Türken warteten bis 2002 auf die zweite und bisher letzte Qualifikation. In Japan und Südkorea erreichte man der dritten Platz und musste sich im Halbfinale dem späteren Weltmeister Brasilien geschlagen geben.
Bei Europameisterschaften konnten die Türken bisher auch nur zwei Mal teilnehmen. 1996 scheiterten sie in der Vorrunde. Das beste Ergebnis erreichte das Team 2000, als es im Viertelfinale gegen Portugal ausschied. Gegen Deutschland gab es bisher 17 Duelle. Davor konnten die Türken allerdings nur drei für sich entscheiden, drei Spiele endeten unentschieden und elf gingen an die deutsche Mannschaft.
Aktive Rekordspieler
Momentan steht die türkische Nationalmannschaft auf Platz 25 der Weltrangliste, zusammen mit Russland. Torwart Rüstü Recber ist mit bisher 115 Länderspielen Rekordnationalspieler der Türkei. Da er noch aktiv ist wird er seinen Rekord wohl noch weiter ausbauen. Mit 51 Treffern seit 1992 ist Hakan Sükür der erfolgreichste Torjäger der Türken. Auch seine Karriere ist noch nicht beendet.
Die Türkcell Süper Lig ist die höchste Spielklasse im türkischen Profifußball. Seit 1959 kämpfen 18 Teams um den Titel türkischer Meister. Momentan spielen allein fünf Mannschaften aus der Metropole Istanbul in der ersten Liga. Am häufigsten Meister wurde bisher Fenerbahce Istanbul mit 17 Titelgewinnen. Galatasaray Istanbul ist amtierender Meister. Hakan Sükür hält auch hier den Rekord für die meisten Tore. Bisher hat er 246 Tore in der Süper Lig erzielt.
Mannschaft und Trainer
Trainiert wird die Nationalmannschaft seit 2005 von Fatih Terim, der selbst lange Zeit Rekordnationalspieler der Türkei war. Als Trainer gelangen ihm vier Meisterschaften und der Gewinn des UEFA-Cups mit Galatasaray Istanbul. Im Kader von Terim stehen viele Spieler die in ihrer Heimat Fußball spielen. Fenerbahce Istanbul stellt mit fünf Spielern die meisten. Mit Halil Altintop (Schalke 04), seinem Zwilligsbruder Hamit Altintop (Bayern München) und Yildiray Bastürk (VfB Stuttgart) sind auch drei Akteure vertreten, die in Deutschland ihre Geld verdienen.
Die Türken wollen mit diesem Team die Schmach von 2006 vergessen machen und die Schweizer, die mit ihnen in einer Gruppe gelandet dieses Mal besiegen.

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