Fußball in der Schweiz – eine lange Geschichte
Das erste Internationale Spiel bestritt die Schweizer Nationalmannschaft am 12. Februar 1905 gegen Frankreich, das mit 0:1 verloren ging. In seiner Anfangszeit musste der SFV seine beiden höchsten Niederlagen einstecken: jeweils 0:9 gegen Ungarn und gegen England. Doch schon bald folgten bessere Zeiten. Bei den beiden einzigen Olympiateilnahmen des Teams 1920 und 1924 konnten die Schweizer eine Silber- und eine Goldmedaille mit nach nach Hause bringen, was ihr bisher größter Erfolg war.
Insgesamt nahm die Mannschaft an acht Weltmeisterschaften teil. Vor allem vor und kurz nach dem Zweiten Weltkrieg erreichte sie regelmäßig das Viertelfinale. In den 70er Jahren herrschte ein Tief im Schweizer Fußball, da die Mannschaft wegen ihrer veralteten Spielweise nur selten Spiele gewann. Erst in den 90ern konnte man sich wieder für Welt- und Europameisterschaften qualifizieren. Seit 2001 nähert sich das Team langsam an die Weltspitze an, bei der WM 2006 konnte es als Gruppensieger vor Frankreich ins Achtelfinale einziehen.
Es geht aufwärts
Der Aufschwung kam mit dem jetzigen Trainer Jakob „Köbi“ Kuhn. Er war von 1962 bis 1976 selbst Nationalspieler gewesen und betreut die Nationalmannschaft bereits seit 2001. Der Mann hat sagenhaftes geleistet. Entsprechend wurde er zum Trainer des Jahres 2005 und zum Schweizer des Jahres 2006 gewählt. Nach der EM will er allerdings zurücktreten – das hat er seiner Frau versprochen.
Ein neuer Coach ist bereits in Ottmar Hitzfeld, aktuell Trainer von Bayern München gefunden. Rekordspieler der Schweizer ist Heinz Hermann, der von 1978 bis 1991 insgesamt 117 Spiele für den SFV bestritt. Mit 34 Treffern ist Kubilay Türkyilmaz Rekordtorschütze des Alpenlandes. Außerdem können die Schweizer eine exzellente Jugendarbeit vorzeigen. Im aktuellen Kader sind 12 Spieler jünger als 25 Jahre.
Die höchste Schweizer Fußballliga ist die Axpo Super League, in der jedes Jahr zehn Teams um den Titel kämpfen. Amtierender Meister ist der FC Basel, Rekordmeister mit 27 Meisterschaften der Grasshopper-Club Zürich.
Bei Europameisterschaften kann die Mannschaft bisher keine großen Erfolge verbuchen. Bei den bisherigen zwei Teilnahmen 1996 und 2002 kam das Team nicht über die Vorrunde hinaus. Um es bei der EM im eigenen Land besser zu machen, ruhen ihre Hoffnungen auf Bundesligaspielern wie Alexander Frei (Borussia Dortmund), Mario Eggimann (Karlsruher SC) oder Tranquillo Barnetta (Bayer Leverkusen). Ungefähr die Hälfte aller Nationalspieler spielt im Ausland, zum Beispiel bei Arsenal London oder bei Olympique Lyon.
In Gruppe A muss sich der Gastgeber gegen die Mannschaften aus Tschechin, Portugal und der Türkei beweisen.

Deutschland
Frankreich
Griechenland
Italien
Kroatien
Niederlande
Österreich
Polen
Portugal
Rumänien
Russland
Schweden
Schweiz
Spanien
Tschechien
Türkei








