Zu strenge Regeln
Viele gute Spieler gingen daraufhin ins Ausland. Der schwedische Verband billigte jedoch keine Profis in der Nationalelf und so qualifizierte man sich erst wieder 1958, nachdem die Regeln geändert worden waren, für eine WM und wurde prompt Zweiter, das beste Ergebnis der Verbandsgeschichte. Danach herrschte im schwedischen Fußball ein auf und ab. Mal qualifizierte man sich, mal nicht. Insgesamt stehen Schweden elf WM-Teilnahmen zu Buche. Das beste Ergebnis der drei EM-Teilnahmen war 1992 im eigenen Land als die Schweden bis ins Halbfinale kamen.
In den letzten Jahren gehört Schweden zu Europas besseren Mannschaften und wird oft als Geheimfavorit bei großen Turnieren gehandelt. Zum Titelgewinn hat es allerdings noch nie gereicht, derzeit liegen die Skandinavier auf Platz 23 der FIFA-Rangliste.
Rekordspieler
Torwart Thomas Ravelli bestritt zwischen 1981 und 1997 143 Länderspiele und ist damit Schwedens Rekordnationalspieler. Sven Rydell, der von 1923 bis 1932 für Schweden spielte ist mit 49 Treffern der erfolgreichste Torschütze der Verbandsgeschichte. Die bisher 33 Spiele zwischen Deutschland und Schweden zeigen eine recht ausgeglichene Bilanz. 13 Mal gewannen die Schweden, 6 Mal endeten die Begegnungen unentschieden und 14 siegte Deutschland, wie im Achtelfinale der WM 2006.
Die höchste Spielklasse in Schweden ist seit 1925 die Fotbollsallsvenskan. In ihr kämpfen jedes Jahr 14 Mannschaften um den Titel des schwedischen Fußballmeisters. Der amtierende Meister ist der IFK Göteborg der mit 18 Meisterschaften auch den Rekord für die meisten Titelgewinne hält.
Trainer und Mannschaft
Den Trainerposten beim schwedischen Verband bekleidet Lars Lagerbäck. Er trainierte das Team bereits zusammen mit Tommy Söderberg als Trainerduo bei der EM 2004 und blieb alleiniger Coach nach Söderbergs Rücktritt.
Neben einigen Spielern, die in der heimischen Liga spielen sind viele in England unter Vertrag, darunter Routinier Olof Mellberg (Aston Villa), Torwart Andreas Isaksson (Manchester City) oder Mittelfeldspieler Fedrik Ljungberg (West Ham United). Daneben spielen manche Leistungsträger in Frankreich, wie Kim Källström (Olympique Lyon) oder in Deutschland, wie Marcus Rosenberg (Werder Bremen). Die Schweden wollen mit diesem Team endlich einmal ihrer Geheimfavoritenrolle gerecht werden und einen Titel holen.

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Bei der Fußball-WM 2006 in Deutschland schied das schwedische Team im Achtelfinale gegen eine deutsche Nationalelf aus, die mit diesem Spiel bewies, dass sie in der Welt bestehen kann. Für die Schweden war dies allerdings eine weitere Enttäuschung, waren sie doch mit wesentlich größeren Erwartungen in das Turnier gestartet. Zwar wird Schweden seit einigen Jahren vor den großen Turnieren immer wieder als Geheimfavorit gehandelt, dennoch liegen die glorreichen Zeiten der Mannschaft schon etwas länger zurück.







