Ein bisschen Geschichte
Der italienische Fußballverband (FIGC) wurde 1898 in Turin gegründet und ist seit 1905 Mitglied der FIFA. Das erste Spiel der Verbandsgeschichte konnte 1910 gegen Frankreich mit 6:2 gewonnen werden. Bei den Olympischen Spielen 1928 und 1936 sicherten sich die Italiener eine Bronze- und eine Goldmedaille. Bei den ersten beiden der insgesamt 16 WM-Teilnahmen wurde Italien gleich zweimal Weltmeister. Nur zweimal konnte man sich nicht qualifizieren. 1982 gewann man gegen Deutschland im Finale den dritten Titel und 2006 warfen die Italiener die deutsche Mannschaft im Halbfinale raus um dann den vierten zu ergattern.
Bei Europameisterschaften nahm Italien bisher sechs Mal teil. Bei der EM 1968 im eigenen Land holte man sich den einzigen Titel. Allerdings war hier das Glück auf Seiten der Italiener. Im Halbfinale gegen die Sowjetunion stand es nach 120 Minuten 0:0. Da es noch kein Elfmeterschießen gab, entschied ein Münzwurf, dass Italien ins Finale einzog. Dort wurde gegen Jugoslawien ebenfalls unentschieden gespielt. Im Wiederholungsspiel waren dann die Italiener siegreich. Damals bekam Italien den Ruf sehr defensiv zu spielen und galt als und unangenehmer Gegner – bis heute.
Ganz oben mitspielen
Italien gehört zur absoluten Weltspitze im Fußball. Momentan liegt die Squadra Azzuro auf Platz 3 der FIFA-Weltrangliste hinter Argentinien und Brasilien. Rekordnationalspieler ist Paolo Maldini. Der Abwehrspieler vom AC Mailand wurde von 1988 bis 2002 126 Mal eingesetzt. Rekordtorschütze ist mit 35 Treffern Liugi Riva, der 1968 mit der Mannschaft Europameister wurde. Insgesamt wurden 29 Spiele zwischen Deutschland und Italien ausgetragen, darunter zwei WM-Halbfinale und das WM-Endspiel 1970. Italien gewann 15 dieser Duelle, acht Mal endeten sie unentschieden und sechs Mal war Deutschland siegreich.
Die Serie A ist die höchste italienische Profi-Liga und besteht seit 1929. Sie gehört mit der spanischen und englischen Liga zu den drei bedeutendsten europäischen Fußballligen. 20 Mannschaften kämpfen in der Saison um den Titel des italienischen Fußballmeisters. Am häufigsten gelang der Titelgewinn bisher Juventus Turin, die ihn sich 25-mal sicherten. Amtierender Meister ist Inter Mailand.
Die Mannschaft
Trainiert wird die Mannschaft von Roberto Donadoni, der als Mittelfeldspieler an den Weltmeisterschaften 1990 und 1994 für Italien teilnahm. Die meisten seiner Spieler verdienen ihr Geld in der starken heimischen Serie A. Gianluigi Buffon (Juventus Turin), Gennaro Gattuso (AC Mailand) oder Andrea Pirlo (AC Mailand) zählen zu den Leistungsträgern. Einige wenige spielen im Ausland, darunter Fabio Cannavaro (Real Madrid), Fabio Grosso (Olympique Lyon) und Luca Toni (Bayern München). Mit diesem Team wollen die Italiener einen weiteren Titel nach Hause holen.

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